Bischofberger verspricht Einsatz für Behinderte
Felix Bischofberger, Vizepräsident des St. Galler Kantonsrates, versprach am 10-Jahr-Jubiläum von Insieme Ostschweiz, sich für Menschen mit einer geistigen Behinderung einzusetzen. Er würdigte in seinem Grusswort Menschen, die dafür sorgen, dass auch die Schwächsten eine Lobby haben, und will mit der Ethikgruppe des Kantonsrates gegen geplante Einsparungen zulasten Behinderter ankämpfen. Bischofberger pflegte am Sommerfest zum Jubiläum auch den Gedankenaustausch mit Zentralpräsident Walter Bernet, dessen Aufmerksamkeit nicht allein 8000 Mitgliedern, sondern den total 50'000 Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Schweiz gilt. Walter Bernet freute sich über gegen hunderttausend Unterschriften für die Initiative zum Erhalt der Berufsbildung für Jugendliche mit einer Behinderung.

Wie Präsident Bernhard Lippuner von Insieme Ostschweiz erklärte, setzt sich seine Organisation seit zehn Jahren in den Kantonen St. Gallen, Appenzell und Thurgau für die Imageverbesserung von 600 Mitgliedern mit einer geistigen Behinderung in Politik und Gesellschaft ein und organisiert jährlich Ferienkurse, an welchen 2011 300 Menschen total 17 Angebote nutzten. Viele weitere Freizeitangebote organisieren lokale Insieme-Gruppen.

Auf dem Schulhausplatz Engelburg freuten sich am Samstag über dreihundert Menschen mit einer geistigen Behinderung, Eltern, Betreuer und Gäste am Unterhaltungsteil. Dieser wurde grösstenteils von Behinderten bestritten: Aus dem Rheintal traten gegen fünfzig Sun Singers auf, welche in Kriessern proben. Von VGB-Insieme Rorschach kamen die Wasserflöööh, die leiseste Gugge der Region, und die Volkstanzgruppe, um verdienten Applaus zu ernten.

(St. Galler Tagblatt, 15. August 2011) >zurück